
Für eine Wärmepumpenprüfung im Altbau helfen Gebäudeart, Baujahr, Wohnfläche, bisheriger Verbrauch, Heizflächen, bekannte Systemtemperaturen, Sanierungsstand, Aufstellmöglichkeiten und Fotos der vorhandenen Anlage. Die Angaben ersetzen keine Auslegung, beschleunigen aber die erste Einordnung.
Eine Wärmepumpe lässt sich im Altbau nicht allein anhand des Baujahrs beurteilen. Je vollständiger die Angaben zu Verbrauch, Heizflächen und Gebäude sind, desto konkreter kann die erste Einordnung ausfallen.
Fehlende Werte sind kein Ausschlussgrund. Markieren Sie unbekannte Angaben, statt sie zu schätzen.
Ihre Checkliste auf einen Blick
- Gebäudeart, Baujahr und beheizte Wohnfläche notieren
- Verbrauch der letzten drei Jahre und bisheriges Heizsystem zusammenstellen
- Heizkörper, Fußbodenheizung und auffällig kalte Räume dokumentieren
- Bekannte Vorlauf- und Rücklauftemperaturen notieren
- Fenster-, Dach- oder Fassadensanierungen mit Jahr festhalten
- Möglichen Aufstellort und Leitungsweg fotografieren
- Grundrisse, Heizungsunterlagen und Schornsteinfegerprotokolle bereithalten
- Gewünschten Zeitrahmen und geplante weitere Sanierungen nennen
Welche Unterlagen sind für die erste Prüfung hilfreich?
Verbrauchsabrechnungen zeigen, wie viel Energie das Gebäude in der Vergangenheit benötigt hat. Grundrisse, Wohnflächenangaben und Unterlagen der bestehenden Heizung helfen, die Größenordnung und mögliche Schnittstellen zu verstehen.
- •Verbrauch: Jahresabrechnungen für Öl, Gas oder Strom möglichst für drei vollständige Jahre zusammentragen.
- •Gebäude: Baujahr, beheizte Fläche, Anzahl der Wohneinheiten und bekannte Sanierungen notieren.
- •Heizung: Typ, Baujahr und Leistung des vorhandenen Wärmeerzeugers sowie vorhandene Speicher dokumentieren.
- •Fotos: Heizraum, Typenschilder, Verteilung, Heizkörper und mögliche Außenaufstellung fotografieren.
Welche Angaben zu Heizflächen und Temperaturen zählen?
Für die Wärmepumpe ist entscheidend, ob die Räume mit geeigneten Systemtemperaturen warm werden. Große Heizflächen oder eine Fußbodenheizung können dabei günstig sein; normale Heizkörper schließen eine Wärmepumpe aber nicht automatisch aus.
- •Heizflächen: Art, Anzahl und ungefähre Größe der Heizkörper oder Flächenheizung je Raum erfassen.
- •Temperaturen: Bekannte Vorlauftemperaturen an kalten Tagen notieren, ohne Einstellungen eigenmächtig zu verändern.
- •Auffälligkeiten: Räume festhalten, die langsam warm werden oder dauerhaft mehr Wärme benötigen.
- •Warmwasser: Personenzahl, vorhandenen Speicher und besondere Komfortwünsche angeben.
Was sollte zum Aufstellort dokumentiert werden?
Die Außeneinheit benötigt einen geeigneten Standort. Abstände, Schall, Zugänglichkeit, Leitungsweg und Kondensatführung müssen zum Grundstück und Gebäude passen.
- •Fläche: Mögliche Standorte mit Fotos und groben Abständen zu Fenstern, Türen und Nachbargrundstücken festhalten.
- •Leitungsweg: Mögliche Verbindung zwischen Außen- und Inneneinheit sowie notwendige Wanddurchführungen zeigen.
- •Zugänglichkeit: Wartungszugang, Wege und mögliche Hindernisse wie Mauern oder Bepflanzung berücksichtigen.
Was muss trotz Checkliste fachlich geprüft werden?
Die Checkliste schafft eine gute Gesprächsgrundlage. Heizlast, hydraulische Einbindung, elektrische Voraussetzungen, Schall und die endgültige Aufstellung benötigen weiterhin eine technische Prüfung für das konkrete Gebäude.
Die Checkliste beschleunigt die Vorbereitung. Sie ersetzt keine Heizlastberechnung und keine Auslegung.
