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Förderung

Wärmepumpen im Altbau. Wann es wirklich Sinn macht.

14.05.20266 Min.
Wärmepumpen im Altbau. Wann es wirklich Sinn macht.

Eine Wärmepumpe kann auch im Altbau sinnvoll sein, wenn Heizlast, Vorlauftemperatur, Heizflächen und Gebäudezustand zusammenpassen. Entscheidend ist nicht nur das Baujahr, sondern das gesamte Heizsystem. Vor einer Entscheidung sollte der Bestand fachgerecht geprüft werden.

Der Umstieg auf erneuerbare Energien ist in aller Munde. Doch gerade Besitzer von Bestandsgebäuden sind oft verunsichert. "Mein Haus ist zu alt für eine Wärmepumpe" oder "Ohne Fußbodenheizung wird es nicht warm" sind Sätze, die wir bei Nawar fast täglich in Erstgesprächen hören.

Die gute Nachricht vorweg: In den allermeisten Fällen lassen sich Wärmepumpen auch im Altbau hocheffizient betreiben. Man muss nur wissen, worauf man achten muss.

Der größte Mythos. Das Haus muss komplett saniert sein

Oft wird behauptet, dass eine Wärmepumpe nur in hochgedämmten Neubauten funktioniert. Das ist schlichtweg falsch. Moderne Luft-Wasser-Wärmepumpen können Vorlauftemperaturen von bis zu 70 Grad Celsius erreichen. Das bedeutet, sie können auch Häuser heizen, die nicht dem modernsten KfW-Standard entsprechen.

Es geht nicht darum, ob das Haus perfekt gedämmt ist, sondern darum, ob das Gesamtsystem aus Heizquelle, Rohrnetz und Heizflächen hydraulisch abgestimmt ist.

Die technischen Voraussetzungen prüfen

Bevor Sie den alten Ölkessel herausreißen, machen wir eine gute Bestandsaufnahme. Zwei Faktoren sind dabei entscheidend:

  • Die Heizlast des Gebäudes: Wie viel Energie geht durch Wände und fassade verloren?
  • Die Vorlauftemperatur: Welche Temperatur wird benötigt, damit Ihre aktuellen Heizkörper den Raum an kältesten Tagen warm bekommen?
Fachgerechte Installation der Außeneinheit bei einem Altbau-Projekt.
Fachgerechte Installation der Außeneinheit bei einem Altbau-Projekt.

Heizkörper austauschen statt Fußboden aufreißen

Wenn die benötigte Vorlauftemperatur über 55 Grad liegt, ist die Wärmepumpe nicht mehr optimal effizient. Das bedeutet aber nicht, dass der Traum geplatzt ist. Anstatt teuer den Estrich für eine Fußbodenheizung aufzufräsen, reicht es oft, gezielt einzelne Heizkörper (meistens Typ 22 oder Typ 33) gegen größere, moderne Flächenheizkörper auszutauschen.

Funktioniert eine Wärmepumpe mit normalen Heizkörpern?+
Ja, das kann funktionieren. Entscheidend ist, welche Vorlauftemperatur die Heizkörper benötigen, um die Räume auch an kalten Tagen warm zu bekommen. Manchmal reichen vorhandene Heizkörper aus, manchmal sind größere Heizflächen oder einzelne Anpassungen sinnvoll. Eine Bestandsprüfung zeigt, welche Lösung im Gebäude realistisch ist.
Welche Voraussetzungen braucht mein Haus für eine Wärmepumpe?+
Wichtig sind eine passende Heizlast, möglichst niedrige Vorlauftemperaturen, geeignete Heizflächen und ein sinnvoller Aufstellort für die Außeneinheit. Auch Schall, Leitungswege und die vorhandene Wärmeverteilung müssen betrachtet werden. In Lampertheim und der Rhein-Neckar-Region prüfen wir solche Punkte projektbezogen.
Welche Förderung ist möglich?+
Welche Förderung möglich ist, hängt von den jeweils aktuellen Regeln, dem Gebäude und der geplanten Anlage ab. Förderungen sollten deshalb früh geprüft und nicht pauschal eingeplant werden. Wir unterstützen bei technischen Informationen und zeigen, welche Unterlagen für die weitere Klärung relevant sein können.
Kevin Nawar
Beratung

Sie möchten Ihr Vorhaben konkret einordnen?

Jedes Gebäude ist anders. Wenn Sie eine belastbare Einschätzung zu Wärmepumpe, Heizung oder Sanitärprojekt wünschen, beraten wir Sie persönlich und prüfen die technischen Möglichkeiten vor Ort.

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